Garten- & Landschaftsbau-Verband

Kompakte Helfer für große Aufgaben

Maschinen Interview Bobcat T450 mit Ratationsmaeher smal Maschinen Interview Bobcat T450 mit Grabenfraese smal Maschinen Interview Bobcat T450 mit Erdbohrer smal

Ohne Unterstützung durch Maschinen und Geräte würde Vieles im Garten- und Landschaftsbau nicht funktionieren. Wir haben mit Baumaschinen-Experten Ing. Wolfgang Eisenwagen über die beliebtesten und die unterschätzten Helfer für die tägliche Arbeit gesprochen und nach den Neuheiten am Markt gefragt.

Welche Maschinen sind die beliebtesten und meist verwendeten im Garten- und Landschaftsbau?
Wolfgang Eisenwagen: Das sind sicher sämtliche Arten von Minibaggern. Sie sind kompakt, vielseitig einsetzbar und essentiell für viele Arbeiten.

Was sind die wichtigsten Neuerungen am Sektor der Minibagger in den letzten Jahren?
Eisenwagen: Früher hatte man einen Minibagger mit zwei Schaufeln, in den letzten Jahren kamen immer mehr praktische Anbauwerkzeuge dazu, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Heute gibt es für Bagger Holzspalter, Wurzelstockfräsen, Rüttelplatten und vieles mehr – und nicht zu vergessen eingebaute Tiefenmessanzeigen. Bobcat zum Beispiel hat in den Baggern von 3,5 bis 5,5 Tonnen eine Tiefenmessanzeige vorinstalliert, wo nur noch die Sensoren angeschlossen werden müssen.

Maschinen Interview Bobcat MT55 mit Wurzelgreifer smal    Maschinen Interview Bobcat T450 mit Kraftrechen smal  Maschinen Interview Bobcat mit Simex Siebloeffel 3 smal

In Ihrer Ausstellung zeigen Sie viele Minibagger mit Kettenantrieb. Was hat er für Vorteile gegenüber Rädern?
Eisenwagen: Viele Gärtner haben Kompaktlader mit Rädern, die Tendenz geht aber eindeutig zum Kettenantrieb, und hier zu Größen, die man mit einem PKW und einem 2-Achs-Anhänger führen kann. Die Bodenverdichtung ist mit einem Kettengerät wesentlich geringer, und bei nassem Boden kann man mit Kettenantrieb fast immer fahren und arbeiten. Die Firma Bobcat bietet hier drei Modelle an, die mit PKW und 2-Achs-Anhänger transportiert werden können: „MT55“ – das kleinste Modell, „T110“ und „T450“.

Das Modell „T450“ ist ein „Alleskönner“ und eines der beliebtesten, haben Sie in Ihrer Ausstellung erklärt.
Eisenwagen: Ja, für den „T450“ gibt es eine besonders große Anzahl an Anbaugeräten. Hier kann man fast alles montieren, das man für die tägliche Arbeit benötigt: Wurzelstockfräse, Grabenfräse, Bodenfräse, Kraftrechen, Gräder, Planierschild, Walzen, Steinsammelschaufel, Schlegelmäher, Mulcher, Radsägen bis zu 1,20 Meter Tiefe, Betonmischschaufel, Betonpumpe, Hydraulikhammer, Schneefräse oder Kehrbesen. Das heißt, der Galabauer kann von der Bewässerung bis zu Gräderarbeiten, vom Boden Auflockern bis zum Finish für die Rollrasenverlegung oder das Sähen alles mit einer Maschine machen. Wofür man früher vier bis fünf Geräte gebraucht hat, ist man jetzt mit einer Maschine bestens bedient.

Welche Neuerungen gibt es aktuell noch am Markt?
Eisenwagen: Ein Gerät, das mit negativen Vorurteilen behaftet ist, ist die Siebschaufel. Hier hat sich aber technisch in letzter Zeit einiges getan. Die meisten kennen eine Siebschaufel als Siebtrommel, die nur funktioniert wenn das Material trocken ist und das Wechseln oder Ändern des Siebes mit Arbeits- und Zeitaufwand verbunden ist. Neu am Markt sind Siebschaufeln mit variabler Siebgröße, das heißt, die Siebweite ist vom Bagger aus verstellbar, stufenlos von 20 bis 60 Millimeter Korngröße. Diese Siebschaufeln funktionieren auch mit feuchtem Material. Ein Video der Anwendung findet man auf unserer Homepage unter www.eisenwagen.co.at.

Alle Maschinen sollten regelmäßig gewartet werden.
Sie betreiben auch eine Werkstatt.
Welche Erfahrungen machen Sie hier?
Eisenwagen: Wartung ist für viele leider ein Fremdwort. Die meisten defekten Maschinen bekommen wir, weil kaum darauf geachtet wird. Wie beim PKW sollte man aber auch bei Baumaschinen jährlich ein Service durchführen. Der Winter eignet sich dafür perfekt und man hat während der Saison die Sicherheit, dass alles funktioniert und die Maschine nicht ausfällt, wenn sie am meisten gebraucht wird. Unser Team ist bis auf Tirol und Vorarlberg in ganz Österreich unterwegs und führt Services und Wartungen sämtlicher Marken vor Ort durch. Mit unserer mobilen Bohr- und Schweißtechnik kann die Reparatur verschlissener Bolzenlagerstellen, ausgeschlagener Buchsen und Bohrungen beim Kunden ausgeführt werden. Größere Reparaturen werden in unserer Fachwerkstatt in Himberg, Niederösterreich, durchgeführt. In unserer hauseigenen Zylinderschleiferei können wir auch das Herzstück der Baumaschine wieder fit machen. Außerdem führen wir Ersatzteile sämtlicher Baumaschinen.

Fachartikel

Profibaustoffe Fusszeile Web 2018